Historie GSB Mainz

Gründung und Entwicklung der Gutenberg School of Business Mainz an der Universität Mainz

Die Gründung der Gutenberg School of Business Mainz (GSB Mainz) im Jahr 2020 geht aus einer langjährigen Erfahrung mit berufsbegleitender Führungskräfte- und Managementausbildung an der Johannes Gutenberg-Universität hervor. So wurde bereits im Jahre 2001 am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Executive MBA-Studiengang als einer der ersten Studiengänge seiner Art im deutschsprachigen Raum eingerichtet und seitdem ununterbrochen und mit großem Erfolg angeboten.

Das Studienangebot zur berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften resultierte zunächst aus früh geführten Gesprächen zwischen Vertretern des Fachbereichs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Mainz (vertreten durch den damaligen Dekan des Fachbereichs Professor Volker Hentschel) und Unternehmensvorständen. Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), in der die Landesregierung, Unternehmensvertreter (BASF, Boehringer Ingelheim, DB Schenker Rail, Siemens u.a.) und Vertreter öffentlicher Einrichtungen (Hochschule, Rundfunk, Kirche u. a.) zusammenwirken, übernahm eine ideelle Patenschaft. Nach etwa einjähriger Vorbereitung, die der konzeptionellen Gestaltung des Programms und der Verfahren, der Werbung von Dozenten, einer Kooperationsvereinbarung mit der McCombs School of Business, der University of Texas at Austin und der Akkreditierung diente, nahm im Herbst 2001 der erste Jahrgang mit 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Studium auf. Die Leitung des Studiengangs übernahm Professor Volker Hentschel.

Professor Hentschel hat den Studiengang elf Jahre bis Oktober 2012 geleitet. Zum 1. Januar 2013 übernahm Professor Franz Rothlauf die Leitung des Programms. Seit Juni 2016 teilen sich Professor Rothlauf und Dr. Stefanie Best-Klossok die Leitung des Studiengangs. Professor Rothlauf ist als akademischer Direktor für die inhaltliche Ausgestaltung der Kurse verantwortlich. Dr. Stefanie Best-Klossok verantwortet alle operativen Belange. Im September 2019 wurde die akademische Leitung um Professor Andrej Gill erweitert.

Unterstützt wurde die Studiengangsleitung anfangs durch Professor Alexander Hennig, der von Oktober 2002 bis Februar 2007 die Geschäfte des Studiengangs führte. Ab März 2007 übernahm Dr. Stefanie Best-Klossok die Geschäftsführung. Von Dezember 2012 bis Dezember 2014 war Nicole Schneider ebenfalls als Geschäftsführerin für den Executive MBA-Studiengangs tätig. Zwischen Januar 2016 und Juni 2019 wurde das Studiengangs-Office von Kerstin Wenselowski geführt. Seit Januar 2018 wird die Geschäftsführung sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Katarina Schaffarschick M.A. als Programmmanagerin unterstützt. Sie übernahm ab Juni 2019 auch die Leitung des Office.

Seit der Gründung des Programms haben 468 Studierende in 19 Jahrgängen das Executive MBA-Studium erfolgreich absolviert. Das Programm wurde hierbei kontinuierlich der wirtschaftlichen Entwicklung, neuen Erkenntnissen der Management-Forschung und veränderlichen Bedürfnissen der Teilnehmer angepasst.
Vom dritten Jahrgang an kam zum anfänglichen Studienaufenthalt in Austin ein Studienaufenthalt an der Dongbei University of Finance and Economics (DUFE) in Dalian (China) hinzu. Dem achten Jahrgang wurde erstmals die Möglichkeit geboten, ergänzend oder alternativ einen Studienaufenthalt an der University of Adelaide (Australien) zu verbringen. Seit 2011 absolvieren die Studierenden den Studienaufenthalt in China an der Tongji-University in Shanghai.

Vom ersten Jahrgang an gehörten die "Kamingespräche" als sehr geschätzte Besonderheit des Programms mit Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben zum Studiengang. Bisherige „Kamingäste“ waren beispielsweise der ehemalige Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, der Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf, der Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Jörg Kukies in seiner damaligen Funktion als Co-Deutschlandchef von Goldman Sachs, Jürgen Heraeus, Vorstandsmitglieder der Bundesbank, der Kfw, von Boehringer Ingelheim, PwC, der SCHOTT AG, der Lufthansa AG u.v.m.

2005 und 2011 und 2016 wurde der Executive MBA-Studiengang von der FIBAA re-akkreditiert. Die Akkreditierung gilt bis Ende des Sommersemesters 2023. Seit Januar 2019 ist der Studiengang auch Mitglied im Netzwerk der Business Schools der internationalen Association of MBAs (AMBA), dem wichtigsten internationalen Zusammenschluss von Business Schools zur Gewährleistung exzellenter Qualität in der Managementausbildung.

Seit 2014 bietet der Executive MBA-Studiengang in Ergänzung zu seinem General Management-Programm eine Vertiefung im Bereich Gesundheitsmanagement in Form von drei zusätzlichen Kursen zu den Themen "Gesundheits- und Krankenhausfinanzierung", "Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen" und "Rechtliche Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen".

2015 erfuhr das Programm eine grundlegende Umstrukturierung. Dabei wurde die Studierbarkeit durch einige Kürzungen des Studienprogramms weiter erhöht. Das Kursprogramm beinhaltet nunmehr statt der ursprünglichen zehn Module, sechs Pflichtmodule zu Themen des General Managements sowie zwei Wahlpflichtmodule, von denen eins absolviert werden muss. Die Studierenden konnten zunächst zwischen den Themenbereichen "Internationales Management" und "Gesundheitsmanagement" wählen. Da die beiden verpflichtenden Auslandsaufenthalte die Teilnehmer oft vor organisatorische Schwierigkeiten gestellt haben und sie zu lange von ihren beruflichen Aufgaben getrennt haben, wurde ab dem 15. Studienjahrgang nur noch ein Auslandsaufenthalt verpflichtend und einer fakultativ angeboten. Im Wechsel reisen die Teilnehmer nunmehr nach Adelaide und Shanghai. Das Studienentgelt wurde von 26.000 Euro auf 19.000 Euro gesenkt.

Aufgrund der stark angestiegenen Teilnehmerzahlen wurde 2017 zum ersten Mal ein zweiter Studienjahrgang innerhalb eines Jahres angeboten. Dieser Jahrgang nahm zum Beginn des Sommersemesters 2017 das Studium auf.

Ab dem 20. Studienjahrgang, mit Start im September 2019, erfährt der Studiengang eine weitere Umstrukturierung. Das Kursprogramm beinhaltete nun fünf Pflicht- und vier Wahlpflichtmodule. Zu den bisherigen Wahlpflichtthemen "International Management" und "Gesundheitsmanagement" kamen nun zwei weitere zu den Themenbereichen "Recht" und "Digitalisierung" hinzu. Die Studierenden wählen aus den vier Wahlpflichtmodulen zwei aus, die absolviert werden müssen. Das Studienentgelt wurde auf 19.500 € erhöht.

Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage nach berufsbegleitenden Masterstudiengängen zur Aus- und Weiterbildung im Managementbereich wurde im August 2020 die Gutenberg School of Business gegründet, die ein zielgruppenspezifisches Portfolio an Studienformaten für diesen Sektor anbietet. Neben dem bereits bestehenden Studienprogramm des Executive MBA-Studiengangs, der sich an Fach- und Führungskräfte mit langjähriger Berufserfahrung richtet, wird es ab dem Sommersemester 2021 auch einen Young Professional MBA-Studiengang geben, der auf die Bedarfe von Young-Professionals zugeschnitten ist und neben dem Fokus auf Führungsthemen verstärkt operative Inhalte vermittelt. Darüber hinaus sind auch einzelne Prädikatsfortbildungen zu ausgewählten Themenbereichen aus dem Management- und Führungsbereich geplant.